Endlich ein neues Klavier
In St. Johann gehört die Musik zum Schulalltag wie das Lesen
Nicht nur die 16 Kinder der Klavierklasse der Konzer St. Johann-Ganztagsschule freuen sich über das neue Klavier, das Markus Hübner vom Trierer Pianohaus der Schule gespendet hat. Auch alle anderen genießen es, dass die Musik an ihrer Schule – neben dem Sport – eine so große Rolle spielt. Der neue Musikraum mit dem neuen Klavier ist ein kommunikativer Treffpunkt für die ganze Schulgemeinschaft.
„Bei uns haben Kinder die Möglichkeit, innerhalb des Ganztagsunterrichts ein Instrument zu erlernen“, sagt Rektor Thomas Kürwitz im Gespräch mit dem Blickfang. Zwei Stunden Instrumentenunterricht in der Woche ergänzen den schulischen Musikunterricht. Um die Klavierklasse, die sich aus Kindern des ersten und zweiten Schuljahres zusammensetzt, kümmert sich engagiert Musiklehrerin Luba Schmitz, die in Kleingruppen unterrichtet.
„Wir setzen auf eine ganzheitliche Erziehung und wollen unsere Kinder auf allen Ebenen fördern und fordern. Da gehört die Musik zum Schulalltag wie das Lesen“, sieht es der Rektor, der sich über die großzügige Spende von Markus Hübner umso mehr freut, weil er weiß, dass solche Angebote nicht allein aus den Ganztagsmitteln des Landes finanziert werden können.
Langzeitstudien an Grundschulen mit und ohne Musikförderung belegen empirisch und repräsentativ, dass Musizieren in der Schule die intellektuelle Entwicklung von Kindern verbessert, sie gleichzeitig aber auch ausgeglichener, konzentrationsfähiger, sozial kompetenter, weniger aggressiv und kooperativer miteinander umgehen. Bereits bei 6- bis 7-jährigen besteht ein monoton-steigender Zusammenhang zwischen musikalischer Begabung und Intelligenz. Mit höherem Musikalitätswert steigt auch der Intelligenzquotient, schreibt der renommierte Musikprofessor, Dr. Hans Günther Bastian im Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik.
Quelle: Magazin "Blickfang", Ausgabe 03/2010, Redakteuring: Sandra Blass-Naisar


